Ombudsman für die Wissenschaft


Ombudsgremium für wissenschaftliche Integrität in Deutschland

Der Ombudsman für die Wissenschaft ist ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) eingesetztes Gremium, das allen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in Deutschland bei Fragen und Konflikten im Bereich guter wissenschaftlicher Praxis (GWP) bzw. wissenschaftlicher Integrität zur Seite steht. Das Ombudsgremium wird bei seinen Beratungen und Konfliktvermittlungen von einer in Berlin ansässigen Geschäftsstelle unterstützt.

Die Beratungen des Ombudsman sind an den 19 „Leitlinien zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis“ (siehe DFG-Kodex 2019) orientiert. Es steht jedem frei, sich entweder an den Ombudsman für die Wissenschaft oder an eine lokale Ombudsperson an einer Hochschule oder einer außeruniversitären Forschungseinrichtung zu wenden.

Der Ombudsman behandelt alle Anfragen grundsätzlich neutral, fair und strikt vertraulich.

Aufgaben



  • Beratung

    Der Ombudsman berät vertraulich bei Fragen zur wissenschaftlichen Integrität sowie in konkreten Konfliktfällen (auch telefonisch durch die Geschäftsstelle).

  • Vermittlung

    Wir vermitteln bei Konflikten mit Bezug zur guten wissenschaftlichen Praxis (GWP) im Rahmen von Ombudsverfahren. Der Ombudsman hilft durch eine an den Regeln der GWP ausgerichtete und lösungsorientierte Konfliktmoderation, führt jedoch keine klassische Mediation durch.

  • Veranstaltungen

    Der Ombudsman organisiert Veranstaltungen zur guten wissenschaftlichen Praxis und hält regelmäßig Vorträge über die eigene Arbeit (Anfragen sind jederzeit möglich).

  • Vernetzung

    Der Ombudsman vernetzt sich national und international mit Expertinnen und Experten im Bereich der wissenschaftlichen Integrität. Anhand seiner Einzelfallerfahrung trägt er aktiv zur Weiterentwicklung und Aktualisierung der Empfehlungen zur GWP bei.

    Die Geschäftsstelle


    Die Geschäftsstelle ist die erste Anlaufstelle und Ansprechpartner bei Fragen zur wissenschaftlichen Integrität. Bei Bedarf berät sie Anfragende zunächst telefonisch. Wie das Ombudsgremium behandeln auch die Mitglieder der Ombudsman-Geschäftsstelle alle Anfragen streng vertraulich.

    Werden Anfragen schriftlich bei der Geschäftsstelle eingereicht, prüft diese die Unterlagen auf Vollständigkeit und leitet sie im Anschluss an die Gremiumsmitglieder weiter. Es kommt vor, dass die Geschäftsstelle bei einer E-Mail-Anfrage zunächst Rückfragen zur Klärung des Sachverhalts stellt oder um Belege bittet.

    Wissenschaftliche Referentinnen:

    Dr. Hjördis Czesnick (Leiterin der Geschäftsstelle)
    Fanny Oehme, M.Sc.
    Saskia Welde, M.A.

    Studentischer Mitarbeiter:

    Leander Raape

    Image Image Image
    Kontakt zum Ombudsman
    Kontakt zum Ombudsman

    Das Ombudsgremium


    Das Gremium des Ombudsman für die Wissenschaft wird durch den Senat der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DGF) eingesetzt. Es ist ehrenamtlich tätig. Alle Anfragen werden gemeinsam beraten und alle Einschätzungen gemeinsam getroffen. Es agiert in seinen Beratungen und Vermittlungen unabhängig. Die DFG wird nicht in Ombudsverfahren involviert oder über Verfahrensinhalte informiert.

    Die Amtszeit der Mitglieder des Ombudsgremiums beträgt vier Jahre, weitere Amtszeiten sind möglich.

    Derzeitiger Sprecher des Ombudsgremiums ist Herr Professor Dr. Stephan Rixen.

    Image

    Prof. Dr. Stephan Rixen (Sprecher)

    Universität Bayreuth
     Rechtswissenschaft


    MEHR ERFAHREN
    Image

    Prof. Dr. Renate Scheibe

    Universität Osnabrück
    Biologie


    MEHR ERFAHREN
    Image

    Prof. Dr. Daniela N. Männel

    Universität Regensburg
    Bio-Medizin


    MEHR ERFAHREN
    Image

    Prof. Dr. Joachim Heberle

    Freie Universität Berlin
    Physik


    MEHR ERFAHREN